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[hide][top] - [edit]Welche Inline-Skates brauche ich eigentlich?
Klingt für Anfänger vielleicht merkwürdig aber je nachdem was man mit seinen neuen Inlinern so machen möchte gibt es da sehr verschiedene Bauarten.
Daher muss die Frage eigentlich lauten: "
Was habe ich mit den Inliner vor?"
- Du willst ein- zweimal die Woche gemütlich um den See oder zur Eisdiele rollen.
- Da genügen ein paar ganz einfache gemütliche Fitnessskates mit Rollen in der Größe 80 oder 84mm.
- Ich möchte gleich "richtig" einsteigen mindestens jeden zweiten Tag Kilometer fressen. Da solltest du dir mal Trainings-Skates anschauen.
- Das hast du alles schon hinter dir und Geschwindigkeit ist dein zweiter Vorname?Hier sollten Speedskates das richtige sein.
- So in der Gegend rumfahren ist nicht dein Ding und du willst lieber durch die Halfpipe fetzen, wild springen und grinden? Dann brauchst du Aggressive-Skates
- Ok du hast bei You-Tube die Bekloppten gesehen die in verrückten Verrenkungen um so bunte Hütchen fahren und bist dir sicher: "Das will/kann ich auch".Dann solltest du über Slalomskates nachdenken.
- Noch nicht künstlerisch genug?Wie wäre es dann mit Rollkunstlauf?
- Ansonsten fallen uns nur noch Hockey-Skates ein.
- Du kannst dich garnicht entscheiden und möchtest alles so ein bisschen machen? Die Antwort lautet in diesem Fall: Freeskates
Damit die neuen Skates auch richtig passen muss man erstmal wissen wie groß die eigenen Füße sind. Die Schuhgröße ist hierbei nur bedingt hilfreich, weil jeder da so seine eigene "Wohlfühlgröße" hat.
Wie groß das Problem ist, lässt sich in
diesem Artikel nachlesen.
Ein Inline Skate sollte genau passen. Nicht etwa eine Nummer größer sein, wie oft zu hören.
In Straßenschuhen braucht der Fuß Platz, da er sich durch das Abrollen nach vorne bewegt.
Im Skate soll sich der Fuß aber so wenig wie möglich bewegen.
Er soll guten Halt geben und alle Bewegungen direkt übertragen.
Daher sollten Inliner sehr eng anliegen. Sie sollen fest sitzen, ohne dabei zu schmerzen.
Im Idealfall hat der Fuß ringsum Kontakt zum Polster.
Zum Finden der richtigen Größe hat es sich bei Leuten mit "normal" breiten Füßen bewährt, die Länge des Fußes zu messen.
Ich denke die Bilder zeigen gut wie man messen sollte.
WICHTIG!!! Unbedingt beide Füße messen, denn Unterschiede zwischen rechts und links sind nicht selten.
Die so ermittelte Fußlänge ist zwar noch kein Garant für einen perfekt sitzenden Skate aber sie liefert doch einen guten Anhaltspunkt.
So gibt es durchaus Differenzen sowohl in der Breite oder auch der Höhe der Füße wie auch bei den Skates selbst.
Sogar bei ein und der selben Marke, kann die Passform von Modell zu Modell etwas unterschiedlich sein.
Da hilft dann Schlussendlich doch wieder nur anprobieren.
"Normalfüßler" können aber beruhigt nach Tabelle bestellen:
Wie heissen die ganzen Teile am Skate?
Schaft, Schiene, Rollen? Wovon reden wir überhaupt!?

Fitness-Skates werden oft als Soft-Boots bezeichnet, was aber genaugenommen nicht ganz richtig ist.
Die exakte Bezeichnung müsste eigentlich Semi-Soft-Boot lauten, weisen sie doch im hinteren und im Knöchelbereich feste Kunststoffteile auf die dem Fuß zusätzlichen Halt geben (sollen).
Der Grund dafür ist der, den Schuh so zu gestalten, dass er von einer möglichst großen Zahl potentieller Skater als bequem empfunden wird und sich gut an deren Füße anpasst.
Die Rollengröße hat sich in den letzten Jahren stetig nach oben entwickelt.
Galt anfangs noch eine 76er Rolle als Maß der Dinge ist heute 84 oder gar 90mm Standard.
Auch bei den Lagern ging es von ABEC 3 über 5 auf 7.
Trainings-Skates
das sind Skates die mit 90-100mm Rollen ausgestattet sind, mittlerweile sogar mit 110mm.
diese Skates sind meist ein wenig tiefer geschnitten als die Fitnessskates, aber noch relativ weich. Oft werden diese Skates auch als Marathon-Skates verkauft. Sie geben dem Fuss durch den höheren Schaft mehr Halt, wichtig wenn man nach längerem Skaten müde wird.
Mit guten Trainingskates kann man durchaus an einem Inlinerennen teilnehmen.

Beispiele:
- K2 Radical, Rollerblade Speedmachine oder Tempest (diese Modell sind modifizierte Fitnessskates)
- Bont Semi Race (ca. 1.5 - 2 cm tiefer als die obigen Modelle, ist ein modifizierter Speedskate)
Text Jakob
Speed-Skates
Von allen Inlinern sind dies wohl diejenigen, die am allerwenigsten für Anfänger geeignet sind.
Rollen von 100 mm oder mehr Durchmesser in einem äußerst filigranen Frame, montiert unter einen nahezu ungepolsterten Mini-Schuh der unter dem Knöchel endet und so erst gar nicht versucht hier etwas zu stützen, ist nur für Leute mit ausgefeilter Skatetechnik und ordentlicher Muskulatur im Fuß gedacht.
Hier zählt nur möglichst wenig Gewicht und ein superdirekte Übertragung jeder Fußbewegung auf die Rollen.
Wie im Motorrennsport, werden hier nur die edelsten Materialien wie Karbon, Magnesium und Titan gewählt. Eine perfekte Passform ist hier unabdingbar weswegen sich diese Boots eigentlich alle thermisch anpassen (Backen) lassen.
Fortgeschrittene Speedskater lassen sich ihre Boots gar maßfertigen.
Kosten: ab ca. 300,- aufwärts
Auch oft Stuntskates genannt, unterscheiden sich diese schon rein optisch sehr von anderen Inlinern.
Sind sie doch oft wesentlich stärker gepolstert und wirken daher meist viel klobiger, fast schon wie Skischuhe. Hinzu kommen kurze Kunststoffschienen mit winzigen Rollen.
Dazu kommen Extras wie Soulplates und
Frames mit „Groove“
Sie sind gemacht für extreme Belastungen bei Sprüngen in der Pipe und auf der Straße, beim Grinden auf Geländern oder Mauerkanten.
Um dem dabei auftretendem zwangsläufigen Verschleiß entgegen zu wirken, sind eigentlich alle Teile an diesen Skates austauschbar. Die Befestigung der Frames ist standardisiert (UFS), um eine möglichst gute Anpassung an den Einsatzzweck zu gewährleisten.
Seit kurzem werden größere Frames angeboten mit denen man Rollen bis zu 80mm Durchmesser fahren kann um die Skates auch außerhalb der Skateparks besser nutzen zu können (Powerblading).
Freeskates
Free- oder auch Urbanskates sind die Allrounder unter den Inlinern und wegen ihrer tollen Eigenschaften auch und gerade für Anfänger geeignet.
Sie versuchen den Spagat zwischen den unterschiedlichsten Anforderungen.
Gemütliches durch die Gegend cruisen oder morgens drei Fitnessrunden um den See sprinten, filigranes Freestyle-Slalom um bunte Hütchen oder derbes durch die Straßen und über Treppen fetzen macht er genauso klaglos mit wie ein Streethockey Spiel nach Feierabend oder mal den "jungen Schnöseln" in der Pipe zu zeigen was man noch so drauf hat.
Charakteristisch sind hier ein Hardboot, kurze stabile Schienen und meist Rollen mit viel "Gummi".
Der feste "Schuh" sorgt für einen hervorragenden Halt des Fußes und überträgt jede kleine Bewegung sehr direkt auf Schiene und Rollen.
Durch meist gut gepolsterte Innenschuhe sind sie dennoch auch auf längeren Strecken recht bequem.
Das Alu der Schienen ist deutlich dicker als bei anderen Inlinern um wilden Fahrten über Treppenstufen und Sprüngen standzuhalten.
Die große Stabilität trägt aber auch zum sehr direkten Fahren auf "normalen" Strecken bei.
Durch die Kürze der Schienen sind diese Skates darüber hinaus extrem Wendig. Haken schlagen, Übersetzen und abrupte Richtungswechsel werden damit zum puren Vergnügen.
Natürlich ist ein Fitness-Skate bequemer, ein Speed-Skate schneller, ein Aggressive-Skate stabiler und Slalom-Skates oder Hockey-Skates wendiger aber dafür können alle diese Inliner auch sonst kaum was anderes.
Fazit, die meisten die sich mal einen Freeskate gegönnt haben, möchten nichts anderes mehr haben.
Kosten: ab ca. 160,- aufwärts
Reine Slalomskates zeichnen sich durch eine brettharte "Fußschale" aus Glas- oder Kohlefaser verstärktem Kunststoff aus.
Diese Schale geht etwa bis zur Hälfte des Fußes (nach oben) und hinten bis zum Knöchel.
Darüber sitzt ein "Überschuh" aus stabilem Kunstleder mit einem niedrigen Schaft (Cuff).
Die Polsterung ist deutlich spartanischer als bei einem Freeskate.
Genau wie bei Speedskates wird hier auf einen extrem guten Halt am Fuß Wert gelegt. Da beim Freestyle-Slalom jedoch sehr komplexe Bewegungsabläufe gefragt sind, kann man hier nicht auf einen Cuff verzichten.
Stabile, kurze Frames sind hier genauso üblich, wie ein Banana-Set Up.
Beides garantiert ein Maximum an Beweglichkeit zwischen den Hütchen.
Kosten: ab ca. 270,- aufwärts

Hockey-Skates sind eigentlich nichts anderes als Hockey-Schlittschuhe nur eben mit Rollen. Die Frames werden auch dementsprechend direkt an den Schuh genietet oder geschraubt, sind also mit keinem anderen Inliner kompatibel (zumindest nicht ohne größeren Aufwand).
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